Wer mit Optimismus und Neugierde in die Zukunft blickt, kann darin einen Raum voller Gestaltungsmöglichkeiten erkennen. Denn ob Künstliche Intelligenz, energieeffizientes Wohnen, neue Ernährungstrends oder innovative Therapieformen in der Medizin: Unsere Handlungen von heute beeinflussen das Leben von morgen. Entdecken Sie hier Bücher, Podcasts, Trends und Dokumentationsreihen, die allesamt spannende Einblicke in die Zukunft gewähren.
Buch: Gefühle der Zukunft
ChatGPT, LaMDA und weitere Sprachmodelle beantworten virtuell die Fragen ihrer Nutzer und erleichtern ihnen auf diese Weise den Alltag. Dabei erobert Künstliche Intelligenz mittlerweile auch die vermeintlich letzte Bastion des Menschlichen: unsere Gefühle. So beschreibt es Eva Weber-Guskar in ihrem aktuellen Sachbuch „Gefühle der Zukunft. Wie wir mit emotionaler KI unser Leben verändern”. Darin geht die Heisenberg-Professorin für Ethik und Philosophie den Fragen nach, was die Technologie wirklich kann und welches Emotionsverständnis ihr zugrunde liegt. Und auch die Risiken, die mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz verbunden sind, kommen im Werk nicht zu kurz. Im Mittelpunkt steht dabei das sogenannte „Affective Computing” und somit ein Zweig der KI-Forschung, der sich mit der Nachbildung menschlicher Emotionalität sowie der Fähigkeit, Gefühle bei anderen zu erkennen, gezielt zu stimulieren und zu simulieren, beschäftigt. Eva Weber-Guskar, die sich für die Vermittlung akademischer Philosophie in der Öffentlichkeit engagiert, zeigt im Buch auf, wie wir KI verantwortungsvoll nutzen und weiterentwickeln können.
Eva Weber-Guskar: Gefühle der Zukunft. Wie wir mit emotionaler KI unser Leben verändern, Ullstein, 272 Seiten, 23,99 €
Der Zukunftspodcast: So tickt Deutschland
„Pflege von Angehörigen: Wenn Sorge zur Stärke wird”, „Digitale Mündigkeit: Warum kritisches Denken zur Zukunftsfähigkeit wird” oder „Ist Offline-Sein Luxus? Warum wir uns Handy-freie Zonen wünschen” – die Titel des Zukunftspodcasts „So tickt Deutschland” halten ein breites Themenspektrum bereit. Dabei schauen die beiden Hosts Ayaan Güls (Pressesprecherin der Stiftung für Zukunftsfragen) und Ulrich Reinhardt (Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung sowie Professor in Deutschland und den USA) in den jeweiligen Folgen mit Zuversicht und Optimismus nach vorn und fragen sich, wie wir in Zukunft leben, arbeiten, reisen oder einkaufen möchten. Die Stiftung mit Sitz in Hamburg beleuchtet die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft, setzt sich wissenschaftlich mit entsprechenden Fragen auseinander und entwickelt Ansätze zur nachhaltigen Lösung künftiger Herausforderungen.
Der Zukunftspodcast: So tickt Deutschland, Beitragsreihe der Stiftung für Zukunftsfragen
Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
Das diesjährige Wissenschaftsjahr – initiiert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt – rückt die Medizin der Zukunft in den Fokus. Dabei sollen vor allem die individuellen Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten sowie effektivere Behandlungen beleuchtet werden: Wie lassen sich entsprechende Strategien verbessern, sodass wir seltener und weniger schwer erkranken? Und wie können innovative Technologien und Künstliche Intelligenz Diagnostik und Therapie unterstützen, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren? Im Rahmen von Veranstaltungen, Projekten und verschieden Aktionen kommen noch das ganze Jahr 2026 deutschlandweit Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Forschung, Medien und Politik zusammen, um künftige medizinische Fortschritte zu diskutieren. Hier geht es zum kompletten Programm.
Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft, Kampagne des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Buch: Bereit für die Zukunft
Sind wir bereit für die Zukunft? Das fragt die US-Amerikanerin Jane McGonigal im vorliegenden Buch, in dem sie ihre Leserschaft auf die Herausforderungen der nächsten Jahre und Dekaden einstimmt. Die renommierte Spieleentwicklerin und einflussreiche Zukunftsforscherin beleuchtet die Folgen des Klimawandels, nennt Paradebeispiele des technologischen Fortschritts und stellt bedeutsame gesellschaftliche Umbrüche heraus. Als „Bereit für die Zukunft” Anfang der 2020er-Jahre erschien, befand sich der Planet „im kollektiven Schockzustand”, wie es McGonigal formuliert: „Wir haben diese Geschichten gemeinsam erlebt. Geschichten über die einst unvorstellbaren Auswirkungen einer Pandemie: Gesundheitssysteme am Rande des Kollapses, Hunderte Millionen »verzichtbare« Arbeitsplätze über Nacht verschwunden, die durchschnittliche Lebenserwartung weltweit um Jahre eingebrochen.” Anhand solcher (realistischen) Szenarien ruft die Autorin dazu auf, ein Denken zu entwickeln, das schneller auf unvorhergesehene Herausforderungen reagiert – „die Inspiration, heute die richtigen Weichen für unser Leben in der Zukunft zu stellen.” Denn Jane McGonigal ist sich sicher: Wer seine Denkfesseln abstreift und sich schon heute mit den Themen von morgen beschäftigt, kann aus dieser Haltung jede Menge Optimismus und Motivation schöpfen.
Jane McGonigal: Bereit für die Zukunft. Das Unvorstellbare denken und kommende Krisen besser meistern, Penguin, 464 Seiten, 24,00 €
Doku: Was bringt die Zukunft für …
Wer fragt sich nicht, was uns die Zukunft wohl bringen mag? Eine Dokumentationsreihe aus dem Hause Netflix beschäftigt sich genau mit dieser Frage (Originaltitel: „The Future of”) und stellt in 12 Folgen à 22 Minuten Prognosen zu ganz unterschiedlichen Lebensbereichen vor. Da heißt es etwa: Was bringt die Zukunft für „… den Sport?”, „… den Weltraumtourismus?” oder „… das Leben nach dem Tod?”. Pro Folge wird ein Aspekt beleuchtet; Expertinnen und Experten werfen dabei spannende Blicke in die kommenden Jahre und Jahrzehnte.
Dokumentationsreihe: Was bringt die Zukunft für …, Netflix (12 Episoden à 22 Minuten)
Buch: Zukunft
Die deutsch-französische Politikwissenschaftlerin und Zukunftsforscherin Florence Gaub leitet als Direktorin den Forschungsbereich am NATO Defense College in Rom. Mit ihrem 2023 erschienenen Werk hat sie eine „Bedienungsanleitung für die Zukunft” vorgelegt, ist diese heute doch mit so vielen Unsicherheiten verbunden wie nur selten zuvor. Gleichzeitig lautet die optimistische Botschaft Gaubs: „Der Mensch ist das Wesen, das die Fähigkeit hat, sich die Zukunft so detailliert vorzustellen, dass es sie erschaffen kann.” Damit unsere Gesellschaft den Glauben genau daran nicht verliert, führt die Autorin im Buch Forschungsergebnisse aus Neurowissenschaften, Psychologie, Philosophie und der Geschichte an – Beispiele, die zeigen, in welchen Bereichen sich der Mensch bereits erfolgreich die Zukunft vorgestellt, konstruiert und erschaffen hat. „Die Zukunft”, so formuliert es die Expertin in ihrem Werk, „ist keine ferne Zeit, sondern etwas, das alle Menschen ständig erzeugen.” Allerdings sind es laut Florence Gaub hauptsächlich banale Zukünfte, mit denen wir uns Tag für Tag beschäftigen: Essensplanung, Arbeitsprojekte, Wecker stellen. Wie wichtig es aber ist, auch die größere und weiter entfernte Zukunft zu besuchen, ist auf diesen 224 Seiten nachzulesen.
Florence Gaub: Zukunft. Eine Bedienungsanleitung, dtv, 224 Seiten, 23,00 €
Doku: Zukunftswelten Wissen
Unter dem Sammelbegriff „Zukunftswelten Wissen” finden sich in der ARD Mediathek unterschiedliche Formate und Dokumentationsreihen, die sich allesamt mit den drängenden Fragen von morgen auseinandersetzen: Titel wie „Autofreie Stadt – Zukunft oder Zumutung?”, „Unsterblich dank KI?” oder „Vier-Tage-Woche – Wie arbeiten wir in Zukunft?“ versprechen aufschlussreiche Einblicke, Ideen und Visionen. Und auch Fragen rund um unser Wohlbefinden kommen hier nicht zu kurz: Die Dokumentation „Wie werden wir in Zukunft satt und gesund” thematisiert künftige Ernährungsmöglichkeiten und hinterfragt unter anderem, wie nachhaltig und gesund neue Lebensmittel aus Algen, Baumpilzen, Soja oder auch Hamburger aus fermentiertem Getreide sind.
Dokumentationsreihe: Zukunftswelten Wissen, ARD Mediathek
Podcast: Stadt.Land.Zukunft
Wie lässt sich die Lebensqualität in unseren Städten steigern? Was braucht es in den Kommunen für mehr Klimafreundlichkeit? Und lässt sich das Aussterben der Innenstädte stoppen? Bei diesem Podcast-Angebot der Körber Stiftung dreht sich alles um Umwelt, Digitalisierung, den demografischen Wandel und Wohnungsnot: Themengebiete also, die allesamt mit großen Herausforderungen verbunden sind. In insgesamt sechs Folgen à 30 Minuten kommen verschiedene Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zu Wort, die von innovativen Projekten und ihren anstehenden Aufgaben vor Ort berichten. In Folge 2 etwa zeichnet Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche nach, wie in der Stadt in Thüringen das Projekt „Elektromobilität Jena 2030“ vorangetrieben wird. Ziel ist es, dass in vier Jahren 14.000 Elektroautos durch die Stadt rollen.
Podcast: Stadt.Land.Zukunft. Wie wir Kommunen besser machen, Beitragsreihe der Körber Stiftung (6 Episoden à 30 Minuten)