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Landkarte Europa

Weltreisen für kleines Geld und auf den Spuren David Bowies

Foto: © sebra - stock.adobe.com
Portratitfoto des Artikel-Autors Robert Targan
Von ROBERT TARGAN (Freier Texter, Autor & Redakteur)
5 Min.Lesezeit

Reiseführer und Urlaubsberichte, die touristische Hotspots und Publikumsmagnete beleuchten, gibt es zur Genüge – spannender sind da doch all jene Ratgeber und Bücher, die Neues, Ausgefallenes und Innovatives abseits bekannter Pfade hervorheben. Unsere Tipps nehmen Sie mit auf Großstadtexkursion, führen über Umwege ins Unbekannte und beweisen, dass es von Köln bis ans Mittelmeer gar nicht so weit ist.

Berlin – Abenteuer

Wenn es eine deutsche Metropole gibt, die einen echten „Abenteuerurlaub” verspricht, dann dürfte das Berlin sein. Dachten sich auch die beiden Kenner des Großstadt-Dschungels, Michael Bussmann und Gabriele Tröger, sodass sie kurzerhand mit diesem besonderen Reiseführer „33 Abenteuer zum Selbsterleben” zusammentrugen. Ihre Leserschaft möchten sie dazu motivieren, anders zu reisen und dabei gleichzeitig dem Besonderen nachzuspüren. Und so stellt das Autorenduo auf 240 Seiten ganze 33 potenzielle Abenteuer in der Hauptstadt vor – wer also einmal vom Dach eines Hotels am Alexanderplatz fliegen, Heuschrecken im Wilmersdorfer Thaipark probieren oder sich auf die Berliner Spuren David Bowies begeben möchte, wird hier fündig. Es sind ganz neue Perspektiven, die es in den acht Kapiteln dieses etwas anderen Reiseführers zu entdecken gilt: Neben verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Lokalen und Hotels werden auch die jeweiligen Tageszeiten aufgeführt, zu denen sich das jeweilige Berlin-Abenteuer am besten eignet.  

 

Mad Maps

Wer hier an seinen damaligen Erdkundeunterricht denkt und zu dem Schluss kommt, dass Karten langweilig seien, liegt falsch: Denn mit einem typischen Weltatlas hat Simon Küstenmachers Werk „Mad Maps” herzlich wenig zu tun. Mit Karten, so ist hier zu erfahren, lässt sich noch so viel mehr darstellen, als die Topografie von Orten. So hat es sich der Geograf Küstenmacher zur Aufgabe gemacht, interessante, ungewöhnliche und auch kuriose Karten zusammenzutragen, um diese in „Mad Maps” zu bündeln und so neue Perspektiven auf die Welt zu eröffnen. Augenzwinkernd sind die Karten überschrieben mit Fragen à la „Wie sieht die Welt aus Sicht eines Delfins aus?”, „Wo in Europa wurden die letzten Hinrichtungen vollstreckt?”, „Wie viel Trinkgeld wird in den verschiedenen Ländern erwartet?” und „Wie viele Länder der Welt passen in den Pazifik?”. Das ist mal unterhaltsam, mal spannend – und jederzeit lehrreich. Auf seinem Twitter-Account @SimonGerman600 veröffentlicht der Autor ebenfalls solch kuriose Karten.

 

Reiseführer des Zufalls

Während Werke dieses Genres im Normalfall verraten „wo’s langgeht”, inspiriert der „Reiseführer des Zufalls” vielmehr dazu, sich zu verlieren. Die Autorin Lena Grossmüller wirft Fragen auf, motiviert ihre Leserschaft zur kulturellen Interaktion und regt gleichzeitig dazu an, das Erlebte auf Reisen genauer zu reflektieren. So ist sich Grossmüller sicher, dass es vor allem die Ab- und Umwege einer Stadt sind, die den Kern eines Reiseziels sichtbar machen. Aufgeteilt in die drei Teile „Vor der Reise”, „Auf der Reise” und „Nach der Reise” zelebriert das Buch, das einst im Rahmen von Lena Grossmüllers Masterstudium an der Zürcher Hochschule der Künste entstanden ist, mit über 50 verschiedenen Impulsen das Unbekannte und Überraschende auf Reisen. Kernbegriffe wie „Aufbruch”, „Psychogeografie” oder „Verpassen” sollen dabei auf die angestrebte Reise vorbereiten. Dies kombiniert die Autorin mit humorvollen „Stadtexperimenten”, wie etwa: „Schleiche Dich heimlich auf Fotos von anderen Touristen” oder „Finde das hässlichste Souvenir der Stadt.”

 

Mit 50 Euro um die Welt

Klingt nach einer ziemlich verrückten Idee: Mit gerade mal 50 Euro „Urlaubsgeld” möchte der frischgebackene Abiturient Christopher Schacht allein um die Welt reisen. Wie der 19-Jährige das bewerkstelligen wird? Mit Freundlichkeit, Flexibilität, Charme und Arbeitswillen. Auf Flugzeug, Hotel und Kreditkarte möchte er indes verzichten. In seinem Buch „Mit 50 Euro um die Welt” blickt Schacht auf sein waghalsiges Unterfangen zurück – ganze vier Jahre war er unterwegs, in denen er 45 Länder bereist und 100.000 Kilometer (zu Fuß, per Anhalter und auf einem Segelboot) zurückgelegt hat. In dieser Zeit absolvierte der Weltenbummler ganz unterschiedliche Jobs: mal als Goldwäscher, mal als Schleusenwart – und auch als Fotomodell. Der Autor verrät: „Mein Plan war es, keinen Plan zu haben. Einfach mal ohne Terminkalender und Zeitdruck zu leben. Da, wo es mir gefällt, so lange zu bleiben, wie ich will, und weiterzuziehen, wenn ich Lust dazu habe." Wie ihm dies gelungen ist, schildert er auf 304 Seiten humorvoll und mitreißend.

 

Europa ohne Flieger

Muss es für einen Kurztrip – auch bei wenig Zeit – wirklich das Flugzeug sein? Oder andersherum gefragt: Ist zur Wahrung eines guten CO2-Abdrucks nur noch Urlaub auf dem eigenen Balkon möglich? Beides ist nicht zwingend notwendig, wie der Lonely Planet-Reiseführer „80 inspirierende und nachhaltige Reiseideen” verdeutlicht. So ist hier nachzulesen, wie leicht bewusstes Reisen sein kann: Da wäre etwa die Möglichkeit, von Hamburg oder Köln aus per Zug nach Toulon ans Mittelmeer zu reisen. Beim Zwischenstopp in Paris wartet Kultur pur; in Marseille hingegen eine malerische Hafenpromenade. Auch der Trip von München über Mailand nach Venedig klingt verlockend. Der Ratgeber hält 80 detaillierte Reiserouten bereit und gibt Anstöße, den ersten Schritt zu wagen. Der Clou: Alle Kapitel, die so vielversprechende Titel tragen wie „Von Lissabon bis an die Algarve”, „Von Stockholm zum Polarkreis” oder auch „Auf Schienen zum Dach Europas”, informieren über Fahrtzeiten sowie sämtliche Ein- und Umstiege – das macht die Reiseplanung zum Kinderspiel.  

 

Das Camping Logbuch

Wer erstmals mit dem Camper, Wohnmobil oder Zelt verreist, möchte seine Urlaubserlebnisse sicher für später festhalten. Christoph Berger, der Herausgeber des „Camping Logbuchs” verspricht daher: „Das Schönste am Reisen sind die Erinnerungen, und deine Erinnerungen haben jetzt ein Zuhause.” Auf über 60 Seiten ist in diesem cleveren Reisejournal Platz für alles Wichtige rund um den Campingurlaub. Jede Station der Reise erhält eine Doppelseite mit mehreren Ankreuzoptionen und Feldern zum Notieren kleiner und größerer Begebenheiten: Campingplatz, Parkplatz oder mitten in der Wildnis – welcher Stellplatz ist es geworden? Wasser, Strom und WLAN – was war da, und was fehlte? Erinnerungen, Anekdoten, Erlebnisse – was muss unbedingt festgehalten werden? Dank praktischer Maße passt das Camping Logbuch in jedes Reisegepäck. 

 

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